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Energiewende

EnBW baut einen der größten Batteriespeicher im Süden Deutschlands

Der Energiekonzern EnBW will seine Batteriespeicher deutlich ausbauen. In Marbach im Kreis Ludwigsburg wurde jetzt der Bau eines Speichers begonnen, der über eine Kapazität von 100 Megawattstunden verfügt.
Industrieanlage mit Schornstein, Gebäuden und Straßen, angrenzend an einen Fluss.

Auf dem Gelände des Reservekraftwerks bei Marbach am Neckar baut die EnBW einen der größten Batteriespeicher in Süddeutschland.

EnBW)

Marbach. Als Standort für die konventionelle Energieerzeugung hat Marbach (Kreis Ludwigsburg) für die EnBW schon seit Jahrzehnten eine große Bedeutung, nun soll auf dem Gelände direkt am Neckar einer der größten Batteriespeicher in Süddeutschland entstehen. Die Speicherkapazität gibt der Energiekonzern mit 100 Megawattstunden an. Das entspreche in etwa dem Tagesbedarf von 12.500 Haushalten.

Bislang hat die EnBW 20 Batteriespeicher in Betrieb, die zusammen auf die 100 Megawatt kommen, die in Marbach geplant sind. Weitre Anlagen mit insgesamt 1800 Megawattstunden seien geplant oder bereits im Bau.

Anlage soll zum Jahresende in Betrieb gehen

In Marbach wird derzeit mit den Erdarbeiten begonnen, im Sommer sollen die 264 Batterieschränke mit rund 110.000 Batteriezellen geliefert werden. Ende des Jahres will die EnBW die Anlage in Betrieb nehmen.

„Großbatteriespeicher sind unverzichtbar, um die schwankende Erzeugung aus Wind und Sonne kurzfristig mit dem tatsächlichen Strombedarf in Einklang zu bringen. Für längere Zeiträume können wasserstofffähige Gaskraftwerke übernehmen. Beide Technologien ergänzen sich deswegen ideal“, sagte Peter Heydecker, EnBW-Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur. In den vergangenen Tagen waren Diskussionen darüber geführt worden, ob Batteriespeicher oder Gaskraftwerken der Vorrang eingeräumt werden sollte, um Versorgungssicherheit und Netzstabilität gewährleisten zu können.

Keine Angaben zu den Kosten

Über die Kosten für die Anlage macht die EnBW keine Angaben. Sie dürften sich gemessen an anderen Großprojekten, zwischen 30 und 40 Millionen Euro bewegen. Der größte Speicher Deutschlands mit einer Kapazität von 700 Megawattstunden, den die RWE derzeit im bayerischen Gundremmingen baut, soll 230 Millionen Euro kosten.

Am Standort Marbach hat die EnBW bereits ein neues Kraftwerk zur Netzstabilisierung gebaut. Die Anlage wird mit Heizöl betrieben und ist seit Herbst 2024 in Betrieb.

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