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Spielbank-Mitarbeiter in Baden-Württemberg bekommen 230 Euro mehr

In den drei Spielbanken in Südwesten, in Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart (Bild), gibt es für die Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung.
Baden-Württembergische Spielbanken GmbH & Co. KG)Stuttgart. Nach einer monatelangen Hängepartie haben sich die Dachgesellschaft der drei Spielbanken in Baden-Württemberg und die Gewerkschaft Verdi auf einen vorläufigen Tarifabschluss geeinigt. Danach sollen tarifgebundene Mitarbeiter, die Vollzeit arbeiten, eine monatliche Pauschale von 230 Euro erhalten. Die Sonderzahlung wird rückwirkend ab 1. Januar gewährt und gilt bis zum Abschluss eines einheitlichen Tarifvertrags für die Standorte Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart. Für Teilzeitmitarbeiter wird die Pauschale anteilig gezahlt.
Die Geschäftsführung der Spielbanken-Gesellschaft hatte Verdi im Juni die Pauschale vorgeschlagen. Das damals auf Grundlage des Arbeitgeberangebots ausgehandelte Ergebnis wurde jedoch einige Wochen später vom Aufsichtsrat der Spielbanken-GmbH kassiert. Das Unternehmen ist eine 100-Prozent-Tochter des Landes und der Aufsichtsrat mit Vertretern des Finanz- und des Wirtschaftsministeriums besetzt.
Keine Streiks bis Jahresende möglich
Neu ist an dem nun geltenden Abschluss, dass die 230 Euro pro Monat nicht mehr automatisch als Sockelbetrag ins künftige Tarifwerk tabellenwirksam übernommen werden sollen. Mit dessen Ausarbeitung wollen Arbeitgeber und Gewerkschaft sofort beginnen. Dabei soll der Aufsichtsrat, wie von Verdi gefordert, einbezogen werden, um eine erneute Blockade auszuschließen.
Bis Anfang kommenden Jahres gilt eine Friedenspflicht. Ende Mai hatte Verdi zu einem Warnstreik aufgerufen, um in den Verhandlungen Druck zu machen. Es war der erste Streik in der Geschichte der Spielbanken.