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Ergebnis Mitgliederbefragung

Mesarosch und Cademartori sollen SPD-Landesvorsitz übernehmen

Die SPD-Mitglieder in Baden-Württemberg haben sich mehrheitlich für Isabel Cademartori (SPD) und Robin Mesarosch (SPD) als Doppelspitze ausgesprochen. Über die notwendige Satzungsänderung und die Wahl entscheidet der Landesparteitag an diesem Freitag in Ulm.
Vier Personen sitzen bei der Landespressekonferenz Baden-Württemberg am Tisch.

Robin Mesarosch und Isabel Cademartori sollen beim Landesparteitag in Ulm zu den neuen Vorsitzenden der SPD in Baden-Württemberg gewählt werden. Das Wahlergebnis stellten Florian Kling, Oberbürgermeister von Calw, und Landesschatzmeister Karl-Ulrich Templ vor. Beide sind Mitglied des Wahlvorstands.

Stefanie Schlüter)

Stuttgart. Die Befragung der SPD-Mitglieder in Baden-Württemberg hat ein eindeutiges Ergebnis gebracht. Sie haben sich mit über 50 Prozent der Stimmen für Robin Mesarosch und Isabel Cademartori als Doppelspitze ausgesprochen. Dazu muss beim Landesparteitag am Freitag und Samstag in Ulm noch die Satzung geändert werden. Die Satzung der Landes-SPD sieht bislang noch keine Doppelspitze vor. Der Landesparteitag wird am Freitag die neuen Vorsitzenden wählen.

Bis zum gestrigen Montagabend 18 Uhr konnten die Mitglieder noch ihre Stimme abgeben. Dann wurde bis in die späte Nach ausgezählt, wie Karl-Ulrich Templ, Landesschatzmeister der SPD und Mitglied im Wahlvorstand erzählt. Insgesamt gab es drei Kandidaturen, die im Vorfeld von Ortsvereinen oder Kreisverbänden unterstützt werden mussten. Neben Robin Mesarosch und Isabel Cademartori, die als Doppelspitze kandidierten, bewarben noch die Landtagsabgeordnete Dorothea Kliche-Behnke und der Ortsvereinsvorsitzende von Gomaringen, Carsten Lotz

Florian Kling, Oberbürgermeister von Calw, der dem Landesvorstand und dem Wahlvorstand angehört, nennt die Ergebnisse: Cademartori und Mesarosch erhielten 56,52 Prozent der gültigen Stimmen, Kliche-Behnke kam auf 24,5 Prozent und Lotz auf 16,9 Prozent. Knapp 30000 SPD-Mitglieder im Land waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Beteiligung lag bei 46,5 Prozent. Alle Kandidaten hatten sich im Vorfeld verpflichtet, sollte eine Kandidatur die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreichen, ihre Kandidatur zurückzuziehen. Der Landesvorstand wird dem Parteitag am Freitag deshalb die Wahl von Cademartori und Mesarosch vorschlagen. 

Mesarosch spricht vom „jüngsten designierten Führungsduo“ der SPD in Deutschland. „Unsere Wahl ist ein Generationenwechsel. Generationenwechsel meint aber mehr als eine Altersfrage. Wir wollen einen Wechsel in der Kommunikation, in der Organisation der Partei und auch, was die Inhalte angeht“, sagt Mesarosch. Und Cademartori ergänzt: „Wir wollen uns nicht verzetteln in irgendwelchen Zielgruppendebatten, sondern für das kämpfen, was für uns wesentlich ist: für eine Zukunft für unsere Industrie, für unsere Wirtschaft und die Natur – mit und nicht gegen den Klimaschutz.“

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