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Ein Ehrenamt als Ruhekissen

Winfried Kretschmann klagt, dass er in seiner Zeit als Ministerpräsident dauerhaft unter Schlafmangel gelitten hat.
dpa/Katharina Kausche)Angela Merkel hat sich einst ein kamelartiges Naturell bescheinigt. Sie könne ähnlich wie die Wüstenschiffe Wasser, Schlaf tanken, hatte die Damals-Noch-Kanzlerin anno 2015 geäußert. Trotz seiner politischen Nähe zur CDU-Frau hat unser grüner Alt-Ministerpräsident Winfried Kretschmann diese Eigenschaft wohl nicht übernehmen können. Denn in einem Interview berichtet der Neu-Ruheständler von dauerhaftem Schlafmangel in seiner 15 Jahre langen Amtszeit.
Kretschmann vermisst die politische Verantwortung nicht
Und während Merkel vorschlafen konnte, kann Kretschmann nicht einmal Schlaf nachholen. Denn der 78-Jährige offenbarte, dass er nachts oft lange wach liegt. Nun sagt er zwar, dass er die politische Verantwortung nicht vermisst, aber ein bisschen Politikbetrieb könnte sich ja vielleicht positiv auf die Schlafqualität auswirken.
Was käme für einen Alt-Landesvater seiner Statur in Frage? Steinmeier-Nachfolger? Eher nicht. Berlin ist weit weg von Sigmaringen. Aber vielleicht eröffnet ihm ja in absehbarer Zeit ein Ex-Parteifreund einen schlaffördernden Nebenjob. Wenn Boris Palmer nach der ersten großen Entgleisung kein Bürokratieabbaubeauftragter mehr ist, könnte Kretschmann doch einspringen.