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Verhandlungen ab Oktober

IG Metall: Was die Beschäftigten von der Tarifrunde erwarten

In einer Schlüsselbranche Baden-Württembergs stehen Tarifverhandlungen an. In Teilen der Metall- und Elektroindustrie ist die Situation sehr angespannt. Was ist den Beschäftigten wichtig?
Rotes Schild mit "IG Metall" und Logo an einer Gebäudewand mit Jalousien.

Im Südwesten arbeiten rund 900.000 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie.

IMAGO/Schöning)

Stuttgart . Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten erwarten laut der IG Metall von der kommenden Tarifrunde eine Entlastung bei den hohen Lebenshaltungskosten, Sicherheit der Arbeitsplätze und eine verlässliche Perspektive für die Betriebe. „Das ist der Auftrag, mit dem wir in die weitere Diskussion über unsere Tarifforderung gehen“, sagte die Bezirksleiterin der Gewerkschaft in Baden-Württemberg, Barbara Resch, laut Mitteilung.

Die wirtschaftliche Lage sei nicht überall gleich. Das rechtfertige aber keinen pauschalen Verzicht der Beschäftigten. „Wo Unternehmen Gewinne machen, müssen die Beschäftigten daran beteiligt werden“, sagte Resch. Und wo Betriebe unter Druck stünden, brauche es tragfähige Zukunftskonzepte und Investitionen statt kurzfristiger Abbaupläne. „Beides gehört für uns zusammen: gute Einkommen und sichere industrielle Arbeitsplätze.“

Entgelttarifverträge laufen zum 31. Oktober aus

Für Baden-Württemberg will die Gewerkschaft ihre Forderungen am 22. September beschließen. Die erste Verhandlung soll dann am 7. Oktober in Ludwigsburg stattfinden. Zum 31. Oktober laufen die Entgelttarifverträge aus. Dann endet auch die sogenannte Friedenspflicht, danach könnte die Gewerkschaft zu Warnstreiks aufrufen.

Im Südwesten arbeiten Angaben der IG Metall zufolge derzeit rund 900.000 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie, zu der auch bekannte Autohersteller wie Mercedes-Benz und Porsche oder Zulieferer wie Bosch, Mahle und ZF gehören. Gerade in der Autoindustrie hatten die Unternehmen zuletzt mit Gewinneinbrüchen zu kämpfen und mit Sparprogrammen reagiert. (dpa/lsw)

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