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FDP: Glück dürfte auf Rülke folgen, der Rest wird spannend

Andreas Glück (links) hat sich in einer Mitgliederbefragung gegen Sean Braun von Stumm durchgesetzt. Er dürfte am Samstag neuer FDP-Landesvorsitzender werden.
dpa/Marijan Murat)Balingen. Ein halbes Jahr, nachdem die FDP aus dem Landtag geflogen ist, haben die Delegierten des Landesparteitags am Samstag in Balingen die Qual der Wahl. Während bei der Wahl des Landesvorsitzenden keine Überraschungen zu erwarten sind, nachdem sich der Europaabgeordnete Andreas Glück in einer Mitgliederbefragung gegen den Karlsruher Jungliberalen Sean Braun von Stumm durchgesetzt hat, wird es bei allen anderen Posten spannend. Der Staatsanzeiger berichtet.
10 Liberale, neun Männer und eine Frau, wollen stellvertretende Landesvorsitzende werden, von denen es laut Satzung maximal drei gibt. Noch mehr Konkurrenz gibt es um die zwölf Beisitzerposten, über die in Balingen abgestimmt wird. 29 Personen stehen aktuell auf der Bewerberliste.
Erik Schweickert will FDP-Vize werden
Unter den Kandidaten für den Landesvorstand stehen einige bekannte Namen, etwa Erik Schweickert, der schon Bundes- und Landtagsabgeordneter war und als stellvertretender Vorsitzender kandidiert. Jochen Haußmann, ebenfalls langjähriger Landtagsabgeordneter, will Schatzmeister bleiben. Andreas Knapp, der jahrelang die Landesparteitage leitete, kandidiert für den Posten eines Beisitzers.
Bevor die neue Parteispitze gewählt wird, darf jedoch noch einmal der scheidende Parteichef in die Bütt. Hans-Ulrich Rülke gibt gewissermaßen seinen Ausstand aus der Politik. Der 64-jährige Lehrer hatte seit 2009 die Fraktion geleitet und 2025 auch noch den Landesvorsitz übernommen, nachdem sein Vorgänger Michael Theurer zur Bundesbank gewechselt war. Bundesprominenz ist nicht vor Ort. Die Grußworte halten der stellvertretende Hauptgeschäftsführer von Südwesttextil, Nathan Binkowski, und der Balinger Oberbürgermeister Dirk Abel (CDU).
Die Antragsberatung wird angesichts der zahlreichen Kandidaten vermutlich an eine Kommission überwiesen, so FDP-Pressesprecher Philipp Nellißen. In den Anträgen gehe es in erster Linie um die Parteistruktur respektive um eine Parteireform.