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Forderung an den Bund

Rathauschefs machen sich für weitere Autokennzeichen stark

Mehr lokale Identität auf dem Nummernschild: Rathauschefs begrüßen die Bundesratsinitiative für flexiblere Kfz-Kennzeichen – und drängen auf eine schnelle Umsetzung durch den Bund.
Drei Nummernschilder mit EU-Emblem und Buchstaben "BH", "KEL", "LR".

Bühl, Kehl, Lahr: Einige Altkennzeichen sind bereits freigegeben.

Illustration: Adobe Stock, Martin Haindl/Hoß)

Stuttgart/Berlin. Zwanzig Oberbürgermeister von Großen Kreisstädten in Baden-Württemberg haben die Entschließung des Bundesrates zur möglichen Liberalisierung von Kfz-Kennzeichen begrüßt. Sie sehen darin eine Chance, die regionale Identität zu stärken und zugleich Impulse für Stadtmarketing und Tourismus zu setzen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Stadt Bad Krozingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Hintergrund ist eine Initiative des Landes Hessen, der sich der Bundesrat am 6. März mit klarer Mehrheit angeschlossen hat. Auch Baden-Württemberg stimmte der Entschließung zu.

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Emotionale Bindung an regionale Kennzeichen

Insgesamt haben sich laut Mitteilung bundesweit mehr als 100 Mittelstädte für eigene Kennzeichen ausgesprochen. Die Rathauschefs verweisen auf die große Beliebtheit der Altkennzeichen, die nach einer früheren Änderung der Fahrzeugzulassungsverordnung wieder eingeführt werden konnten. Diese hätten gezeigt, wie stark die emotionale Bindung an regionale Kürzel sei. Neue Kennzeichen könnten diesen Effekt verstärken und zugleich die Sichtbarkeit von Städten erhöhen. Nach Einschätzung der Oberbürgermeister könnten bei einer Umsetzung der Bundesratsinitiative deutschlandweit rund 10,5 Millionen Menschen in etwa 320 Mittelstädten profitieren.

Voraussetzung ist jedoch, dass die Bundesregierung die Entschließung aufgreift und entsprechende gesetzliche Anpassungen auf den Weg bringt. Ein verbindlicher Zeitplan dafür existiert bislang nicht. Die baden-württembergischen Oberbürgermeister appellieren daher an den Bund, das Anliegen zeitnah umzusetzen.

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