Manche Festivals dauern nur noch drei Tage anstatt sechs, etwa im Theater Rampe. Der Grund: die Sparmaßnahmen der Landeshauptstadt. Andere Folgen sind auch relevant, aber nicht so offensichtlich.
Kulturelle Teilhabe ist ein Schlagwort, das derzeit häufig bemüht wird. Dabei geht es darum, jene für Kunst und Kultur zu gewinnen, die damit bislang wenig am Hut hatten oder mit den bisherigen Angeboten nicht ausreichend angesprochen wurden. Auf den Landesfachtagen Kulturelle Teilhabe Anfang der Woche ging es um Jugendbeteiligung.
Eine Wohnung über den Dächern von Baden-Baden und sechs Monate Zeit zum kreativen Arbeiten. Das bieten die Stadt Baden-Baden und die Sparkasse Gaggenau dem Schriftsteller, bildenden Künstler oder Komponisten an, der das Baldreit-Stipendium erhält.
Verbände fordern vor allem eines: weniger Bürokratie
Am 22. Oktober fand im Landtag eine Anhörung zur Situation der freien Musiker und der freien darstellenden Künstlerinnen statt. Geladen waren Vertreter der Verbände. Auf deren Wunschzettel standen vor allem die Entbürokratisierung, aber auch der Ausgleich der kommunalen Sparmaßnahmen.
Können sich die Kommunen mehr Geld vom Land einklagen?
Eine mögliche Klage von Städten wegen Verletzung des sogenannten Konnexitätsprinzips geistert seit Monaten herum. Ein Gutachten der Stadt Stuttgart räumt dieser allerdings wenig Chancen ein. Die Stadt Schorndorf will es dennoch wagen, und wählt einen anderen Ansatz.
Mehr Zusammenarbeit der Einrichtungen ist vonnöten
Bund, Land und Kommunen müssen sparen. Der Kulturbereich ist stets einer der ersten, der daran glauben muss. Die bereits vollzogenen und noch geplanten Sparmaßnahmen in Berlin machen das deutlich. Aber auch im Land regen sich Befürchtungen. Am Dienstagabend hat die „KulturRegion Stuttgart“ zur Diskussion zum Thema geladen.
Nicht jede Kleinstadt kann sich so viel Kultur leisten. Knapp zehn Millionen Euro wendet Biberach jedes Jahr für seine kulturellen Einrichtungen auf. Ein Großteil ist naturgemäß in Kosten für Personal und Gebäudeunterhaltung gebunden, etwa eine Million Euro sind frei verfügbares Budget.
Antisemitismus und Rassismus im öffentlich geförderten Kulturbetrieb verhindern: Dazu haben sich die Kulturministerkonferenz, die Kulturstaatsministerin und die kommunalen Spitzenverbände in einer Gemeinsamen Erklärung verpflichtet. Im Land sieht man sich gut aufgestellt – es kommt aber auf jeden Einzelnen an.
Fast 3500 Vereine engagieren sich im Südwesten, um Kunst und Kultur zu erhalten, zu pflegen und zu unterstützen. Sie kümmern sich um Museen, Theater oder Bibliotheken.
Kreisarchiv Reutlingen lädt zum Tag der Archive: Mehr als nur Gedächtnis
Auch wenn das Kreisarchiv des Landkreises Reutlingen erst 40 Jahre alt ist, reichen seine Bestände bis ins 18. Jahrhundert zurück. Am 2. März lädt das Archiv zusammen mit anderen Partnern zum Tag der Archive ein.
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