Debatten im Landtag vom 22. und 23. Juni 2022

Hauk: Baden-Württemberg ist in Sachen Bioökonomie auf gutem Weg

Bei der Bioökonomie erwartet Landwirtschaftsminister Hauk zahlreiche Neuerungen in der nahen Zukunft. So will er bei der Produktion von Strom aus Biogas Länder wie Dänemark einholen, die derzeit führend sind in diesem Bereich.

STUTTGART. Nach Darstellung von Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) ist Baden-Württemberg in Sachen Bioökonomie auf einem guten Weg. Methanproduktion aus Biogasanlagen, Kunststoffe aus Pflanzen, Lignin-Verwertung sowie die pflanzen- und insektenbasierte Eiweiß-Produktion – das seien die Bereiche in denen in Zukunft Innovationen aus Baden-Württemberg zu erwarten seien, so Hauks Antwort auf eine Regierungsanfrage des CDU-Abgeordneten Klaus Burger.

Mittlerweile würden Biogasanlagen mit Dung und Gülle oder mit Grünlandschnitt betrieben und stünden anders als in früheren Jahren nicht mehr in Konkurrenz zur Futtermittelproduktion. Abwärme werde dabei zu Strom umgewandelt. Das entstehende Methan könnte ebenfalls für die Stromgewinnung genutzt werden, allerdings zu Zeiten, in denen andere erneuerbare Energien knapp seien. Die Vorsprünge anderer Länder wie Dänemark möchte der Minister in diesem Punkt alsbald aufholen. Die Produktion von Wasserstoff sei über die Biogasanlage obendrein günstiger als durch Solar- oder Windkraft.

Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen lasse sich durch neue Kunststoffe auf Pflanzenbasis verringern. Der Holzgrundstoff Lignin, ein Abfallprodukt der Zelluloseherstellung, biete die Möglichkeit, eine breite Produktpalette ohne Öl herzustellen, vom Plastik bis zum Asphalt. Hauk hob dabei die Chancen für die Biodiversität in der Landwirtschaft hervor durch den Wiederanbau von Nutzpflanzen wie Hanf. Durch die Verarbeitung heimischer Rohstoffe hier bleibe die Wertschöpfungskette im Lande.

Peter Schwab

Peter Schwab kümmert sich um verschiedene Journale der Zeitung und arbeitet außerdem im Crossmediateam und in der Onlineredaktion. Schon während seines Jura-Studiums hat er für verschiedene Zeitungen geschrieben, später volontiert und als Lokalredakteur gearbeitet. Nach seiner Zeit als Pressesprecher hat er erneut die Seiten gewechselt und ist 2022 zum Staatsanzeiger gegangen – und damit zum guten alten Journalismus zurückgekehrt.

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