Kuhn gilt als Vorreiter der industriellen Ausbildung
Gottlieb Kuhn baute Dampfmaschinen und hatte lange Zeit kaum Konkurrenz auf den Märkten, die er belieferte. Doch er war auch ein Chef mit einer sozialen Ader. Er reduzierte die Arbeitszeit, gründete eine Sparkasse und eine Krankenkasse für die Arbeiter und deren Familienmitglieder. Seine Fabrik wurde später allerdings von anderen übernommen.
Erste Umfragen sehen die neue Partei von Sahra Wagenknecht bereits bei zwölf Prozent. Die Linke in Baden-Württemberg verliert eine Bundestagsabgeordnete. Interessant ist zudem, dass der Verein „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) in Karlsruhe gegründet wird.
Rafael Binkowski und Johanna Henkel-Weidhofer
In Grenzach-Whylen soll die größte Anlage für Wasserstoff entstehen
In Grenzach-Whylen will der Energieversorger Energiedienst die größte Anlage für die Produktion von Wasserstoff in Süddeutschland bauen. Den Strom dafür liefert ein Wasserkraftwerk. Die Power-to-Gas-Anlage mit einer Leistung von fünf Megawatt soll nächstes Jahr in Bau gehen und ab 2025 die ersten Kunden beliefern.
Für den Betrieb über die Schwäbische Alb zwischen Geislingen und Amstetten benötigten die „Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen“ schwere und zugkräftige Lokomotiven. Diese sollten die Züge aus dem Unterland samt ihren Lokomotiven über die Rampe der Geislinger Steige ziehen. 1850 überwanden erstmals in Esslingen gebaute Lokomotiven die Steige.
Wasserstoff: Das neue Gold soll aus Rotterdam kommen
Der energiehungrige Südwesten ist zunehmend auf Energie-Importe angewiesen. Die sollen künftig klimaneutral sein. Wasserstoff steht da bei Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut ganz hoch im Kurs. Mit einer 50-köpfigen Delegation hat sie den Hafen in Rotterdam besucht. Dort entsteht gerade die größte Drehscheibe der europäischen Wasserstoffwirtschaft.
Freibadsaison: Kommunen geraten beim Bäderpersonal ins Schwimmen
Für viele Menschen ist es wie ein kleiner Urlaub, für diejenigen, die ihre „Bahnen ziehen“, ein mitunter tägliches Fitnessprogramm: der Besuch im heimischen Freibad in den Sommermonaten. Das ist in diesem Jahr in vielen Kommunen gefährdet, weil die Aufsichten am Beckenrand fehlen, die für einen Betrieb vorgeschrieben sind.
Die Bürger kämpfen für den Erhalt des Bücherbusses
Die Kommunen sind zum Sparen gezwungen. Die freiwilligen Leistungen geraten dabei als Erstes in den Blick. Die Idee der Karlsruher Stadtverwaltung, die mobile Bibliothek in Karlsruhe einzusparen, kam in der Bevölkerung nicht gut an. Der Einspareffekt wäre gering, der Schaden gleichwohl groß.
Zuletzt war die Transnet BW in den Schlagzeilen, weil sie einen Stromengpass im Südwesten verhinderte. Inzwischen geht es wieder um den Teilverkauf, das Bieterverfahren, heißt es inoffiziell, ist abgeschlossen.
Konzeptvergabe: Wie Kommunen Wohnraum mit einem städtebaulichen Mehrwert schaffen
Die Konzeptvergabe ist ein spannendes Modell, wenn Kommunen Baugelände oder Gebäude besitzen, die sie einer privaten Baugruppe oder Genossenschaft zugänglich machen können. Diese besondere Form bietet die Möglichkeit, Wohnraum mit städtebaulichem Mehrwert zu schaffen, bei dem die spätere Rendite eines Investors nicht das Maß aller Dinge ist.
Carlsruhe in Oberschlesien: Württembergischer Besitz mit einem badischem Namen
Das Landesarchiv Baden-Württemberg hat eine Plansammlung zu Schloss und Stadt Carlsruhe/Pokój im heutigen Polen erworben. Ein Grund für das Interesse an der Überlieferung über einen scheinbar fernen Ort: Das Jagdschloss war bis 1945 im Besitz der Herzöge von Württemberg-Oels, einer Nebenlinie des Hauses Württemberg.
Rathaus Karlsruhe: Vom Balkon wurde 1849 die Republik ausgerufen
Verwaltet wird die Fächerstadt Karlsruhe in einem klassizistischen Bau von Friedrich Weinbrenner, der Anfang des 19. Jahrhunderts entstand. Das Rathaus am Marktplatz, auch als die „gute Stube“ von Karlsruhe bezeichnet, steht an zentraler Stelle in der Innenstadt und unweit des vom Markgrafen Karl Wilhelm erbauten Schlosses aus dem Jahr 1715.
Beschlusskontrolle soll die Transparenz der Verwaltungsarbeit erhöhen
In Karlsruhe wollen Gemeinderäte im städtischen Rastinformationssystem künftig den Bearbeitungsstand von Anträgen einsehen. Mehrheitlich hat der Rat von der Verwaltung mehr Transparenz eingefordert.
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